Abfallarten - Grüngut

Zum Grüngut gehören z.B.:

  • Grünschnitt wie Rasenschnitt, Laub, Heckenschnitt bis 50 cm, Stauden
  • Strauchschnitt wie Baum- und Strauchschnitt, Heckenschnitt größer 50 cm

Nicht zum Grüngut gehören z.B.:

  • Wurzeln, Baumstubben
  • Fallobst, Speisereste
  • Pflanzen mit Anhaftung von Steinen

Abfälle vermeiden

Eine bunte Blumenwiese lockt zahlreiche Insekten und Kleintiere an.

  • Den gedüngten pflegeintensiven Rasen zur Wiese umwandeln und nur einmal im Jahr mähen.

  • Pflanzung freiwachsender (Blüten-)Hecken statt streng geschnittener Anlagen.
  • Laub zum Verrotten einfach liegen lassen.


Abfälle wiederverwenden

  • Grüngut zur Bodenbedeckung, zum Mulchen oder Flächenkompostierung nutzen.
  • Laub als Frostschutz für Gehölze und Kübelpflanzen verwenden.
  • Laub oder Strauchschnitt in einer Gartenecke aufgeschichtet ergibt ein wunderbares Biotop für Kleintiere.

Abfälle verwerten

  • Grüngut mit anderen Gartenabfällen auf dem Grundstück kompostieren und den Kompost als Düngemittel einsetzen.

Alternativ

  • Grüngut (zerkleinert) in die gebührenpflichtige Bio-Abfalltonne geben.
  • Grüngut kann auch auf den Wertstoffhöfen angeliefert werden (gebührenpflichtig).

Hinweise zum Kompostieren

Kompostplatz - Standort

  • Sollte nicht zu weit vom Haus entfernt und trockenen Fußes erreichbar (Plattenweg) sein.
  • Windgeschützte und halbschattige Lage, mit Hecken oder Sträuchern als Sichtschutz umpflanzt.
  • Nicht befestigter durchlässiger Boden als Untergrund, also kein Beton oder Pflaster.
  • Ausreichend Abstand zum Nachbargrundstück einhalten.

Kompostplatz – Größe der Fläche

  • Meist wird die Fläche des Kompostplatzes zu klein bemessen. Je 100 m² Garten-Nutzfläche sollten mindestens 3 – 4 m² vorgesehen werden.
  • Nutzung von wenigstens drei Unterteilungen, nämlich eine zum Sammeln und zwei zum Verrotten sowie Lagern.

Miete oder Komposter

  • Ist viel Platz vorhanden, ist das Anlegen von 1,40 m – 1,50 m breite Kompostmieten bei beliebiger Länge sinnvoll, in kleineren Gärten nutzt man Komposter.
  • Lattenkomposter mit herausnehmbaren Brettern sind wegen der variablen Höhe an die Menge anpassbar und sollten aus naturbelassenem Holz bestehen. Drahtgitter-Komposter eignen sich ebenfalls und sind länger haltbar. Bei beiden Kompostern wird der natürliche Luftaustausch gewährleistet.

Kompostrohstoffe aufsetzen

  • Als Unterlage eignet sich gröberes, verholztes Material für einfache Lüftungsfunktionen.
  • Verschiedene Materialien sollten gut durchmischt mit gröberen und feinen, trockenen und feuchten Rohstoffen großflächig aufgebacht werden. Rasenschnitt und Küchenabfälle nur in dünnen Schichten aufbringen.
  • Ist die gewünschte Haufenhöhe von 0,80 m - 1,20 m erreicht, wird dieser mit Stroh, Laub oder auch wasserdurchlässigen dunklen Folien/Vliesen abgedeckt, um die Wärmeentwicklung zu fördern und den Feuchtigkeitsverlust zu mindern.